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Expressionismus  

Der Begriff „Expressionismus“

Die Bedeutung des Begriffs „Expressionismus“ kommt vom lateinischen „expressio“, was soviel wie „Ausdruck“ bedeutet. Früher war auch im Deutschen der mittlerweile veraltete Begriff „Expression“ gebräuchlich. „Expressionismus" bedeutet also soviel wie „Ausdruckskunst“. 

Die Epoche des Expressionismus

Der Expressionismus als Kunststil entstand anfangs des 20. Jahrhunderts. „Epizentrum“ des Expressionismus war vor allem Deutschland, aber er wirkte auch in anderen europäischen Ländern. Außer in der Malerei entstanden auch in der Grafik, Bildhauerei, Architektur, Literatur, wie auch im Bereich der Musik Kunstwerke, die expressionistische Stilelemente aufweisen.

In Frankreich kam zur selben Zeit der so genannte Fauvinismus auf. Der Fauvinismus ist von den Stilelementen her deutlich mit dem Expressionismus verwandt. Jedoch Sind die Motive der Fauvinisten weniger vom Streben nach tieferer Bedeutung bestimmt. Fauvinistische Themen waren etwa Straßenszenen oder Aktdarstellungen. Zentrale Figur des Fauvinismus war Henri Matisse. Andere Künstler waren etwa Georges Rouault, Albert Marquet, Raoul Dufy, Emile-Othon Friesz, oder Georges Braque, der sich später dem Kubismus zuwandte.

In Russland war der Primitivismus oder auch Neoprimitivismus von den Expressionisten und Fauvinisten inspiriert. Vetreter des Primitivismus waren etwa Natalija Sergejewna Gontscharowa, David und Wladimir Burliuk, Kasimir Malewitsch oder Michael Larionow.

Der Primitivismus verwertete jedoch außerdem auch in grossem Umfang Elemente russischer Volkskunst. 

Stilelemente des Expressionismus

Der „seelische Ausdruck“ ist prägend für Expressionistische Gemälde. Diese „Expressivität“ wird vermittelt durch oft grelle, unrealistische Farben und gegenüber der Wirklichkeit bewusst veränderte Formen. Die Bilder vermitteln oft einen Eindruck von enormer Dynamik. Absicht der Künstler war nicht eine realistische Darstellung von gesehenem. Die Expressionisten wollten seelisch Erlebtes durch gezielte Verfremdung interpretiert wiedergeben. Auch das Unterbewusstsein und Traumerlebnisse waren Gegenstand der expressionistischen Kunst. Der Expressionismus stellte somit eine Art „Gegenbewegung“ sowohl zum Impressionismus, als auch zum Naturalismus dar. 

Künstler des Expressionismus

Frühe Vertreter des Expressionismus waren Henri Matisse, Vincent van Gogh, Paul Gauguin, der Norweger Edvard Munch, Paul Cézanne oder der Schweizer Maler Ferdinand Hodler.

Von besonderer Bedeutung war auch die Dresdner Künstlervereinigung „Die Brücke“. Ihre Gründungsmitglieder waren Ernst Ludwig Kirchner, der auch zahlreiche Plastiken schuf, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel.

In München bildete sich 1911 die Vereinigung „der Blaue Reiter. Ihr gehörten Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke und Alexej von Jawlensky an.

In Österreich stachen besonders Egon Schiele und Oskar Kokoschka hervor.

Eine Berliner Künstlergruppe waren „Die Pathetiker“ um Ludwig und Else Meidner sowie Jakob Steinhardt.

Von Besonderer Bedeutung ist auch die 1910 von Herwarth Walden in Berlin gegründete Zeitschrift „der Sturm“. „Der Sturm“ brachte auch Kunstmappen, Kunstpostkarten und expressionistische Literatur heraus. Weiterhin wurden etwa auch Lyrikabende und Ausstellungen organisiert.

 
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